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Ergotherapie-Ausbildung

SAfE Spektrum Akademie für Ergotherapie

Herbert-Bayer-Str. 5  - 13086 Berlin

info@safergo.de  -  Tel.: 030 - 245 31 956


Mit Hirn, Herz und Hand…

Handlungskompetenz

Das Lernfeldkonzept - „Fall-basiertes“ Lernen

Lernfeldorientierte Ausbildung

Theoretische Ausbildung - Allgemeines

Schulunterricht

Fachkompetenz

Sozialkompetenz

Personalkompetenz

Methodenkompetenz

Das Lernfelkonzept - Stimmen aus unserem Team

Theoretische Ausbildung - Allgemeines

Mindestens 2700 Stunden theoretischen und praktischen Unterrichts, die eine Auszubildende/ein Auszubildender insgesamt im Zuge der Ausbildung absolviert.

Der Unterrichts beinhaltet sowohl Theoriestunden, in denen beispielsweise anatomische oder psychologische Zusammenhänge aufgezeigt oder Krankheitsbilder vorgestellt werden, als auch Stunden in denen praktisch gearbeitet wird. Handwerkliche und gestalterische Techniken sind eine tragende Stütze der Ergotherapie und werden innerhalb der Ausbildung grundlegend vermittelt.

Mit Hirn, Herz und Hand…

Davon dass eine Ergotherapeutin bzw. ein Ergotherapeut was von ihrem/seinem Handwerk versteht geht man allgemein aus. Insgeheim erwartet man aber auch zurecht, dass die Ergootherapeutin/der Ergotherapeut auch im Umgang mit Menschen versiert und der Selbstreflexion mächtig ist.


Kurz gesagt erwartet man eine Therapeutin/einen Therapeuten, der mit Hirn, Herz und Verstand zu behandeln vermag. Anders ausgedrückt erwartet man eine ausgeprägte Handlungskompetenz.


Das Lernfeldkonzept - „Fall-basiertes“ Lernen

Innerhalb des Lernfeldkonzeptes werden die Unterrichtsinhalte in Form von Lernfeldern praxis- und handlungsorientiert strukturiert.  Diese Lernfelder orientieren sich an typischen beruflichen Handlungssituationen. Um die  typischen Handlungssituationen bewältigen zu können,  werden spezifische berufliche Handlungskompetenzen benötigt.  Ziel des lernfeldorientierten Unterrichtes ist es, diese Handlungskompetenzen zu entwickeln.


Handlungskompetenz

Urheberrecht: Grafik erstellt auf Grundlage von lcs813 / 123RF Stockfoto

Unter beruflicher Handlungskompetenz wird „…die Fähigkeit und Bereitschaft des Menschen, in beruflichen Situationen sach- und fachgerecht, persönlich durchdacht und in gesellschaftlicher Verantwortung zu handeln, d.h. anstehende Probleme zielorientiert auf der Basis von Wissen und Erfahrungen sowie durch eigene Ideen selbständig zu lösen, die gefundenen Lösungen zu bewerten und seine Handlungsfähigkeit weiterzuentwickeln…“ [Ministerium für Schule und Bildung NRW]  verstanden.

Fachkompetenz

Fachkompetenz bedeutet nach Jones und Butler [1998, S.147] in der Physiotherapie „…situationsgerecht, dem aktuellen Wissensstand entsprechend und in guter Qualität zu behandeln“. In der KMK-Handreichung [2000, S.9] wird Fachkompetenz als „..die Bereitschaft und Fähigkeit, auf Grundlage fachlichen Wissens und Könnens Aufgaben und Probleme zielgerichtet, sachgerecht, methodengeleitet und selbständig zu lösen und das Ergebnis zu beurteilen..“ bezeichnet. So lassen sich zur  physiotherapeutischen Fachkompetenz u.a. Manuelle Fähigkeiten, fundiertes Wissen in den physiotherapeutischen, medizinischen und psychologischen Wissensbereichen zählen.

Sozialkompetenz

Sozialkompetenz bezeichnet nach der KMK-Handreichung [2000, S.9] „...die Bereitschaft und Fähigkeit, soziale Beziehungen zu leben und zu gestalten, Zuwendungen und Spannungen zu erfassen, zu verstehen sowie sich mit anderen rational und verantwortungsbewusst auseinanderzusetzten und zu verständigen.“ Im Allgemeinen versteht man unter Sozialkompetenz die  Gesamtheit der Fertigkeiten, die für die soziale Interaktion nützlich oder notwendig sind. Dazu zählen u.a. Kooperationsfähigkeit, Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit.

Personalkompetenz

Personalkompetenz  „..bezeichnet die Bereitschaft und Fähigkeit, als individuelle Persönlichkeit die Entwicklungschancen, Anforderungen und Einschränkungen in Familie, Beruf und öffentlichem Leben zu klären, zu durchdenken und zu beurteilen, eigene Begabungen zu entfalten sowie Lebenspläne zu fassen und fortzuentwickeln.“ KMK-Handreichung [2000, S.9]  Sie umfasst u.a. Selbstvertrauen, Kritikfähigkeit, Lernfähigkeit, Problemlösefähigkeit, Reflexionsfähigkeit, Wahrnehmungsfähigkeit, Flexibilität, Kreativität, Zuverlässigkeit, Einfühlungsvermögen.

Methodenkompetenz

Methodenkompetenz „..bedeutet, Arbeitstechniken, Verfahrensweisen und Lernstrategien sachgerecht, situationsbezogen und zielge-richtet gebrauchen zu können.“ [Grimus 2000, S.207].  Dazu zählen u.a. Beherrschen von Methoden zur:  Analyse komplexer Zusammenhänge, zum Systematisieren und Kategorisieren, zur Problemanalyse, zum Planen und zur Entscheidungsfindung , zur Informationsrecherche und  -nutzung.

Lernfeldorientierte Ausbildung

Durch die lernfeldorientierte Ausbildung ermöglichen wir den Lernenden, beruflich handlungs-kompetent zu agieren. Das bedeutet, sie sind in der Lage eigenverantwortlich im therapeutischen Kontext zu handeln und ihr Handeln zu reflektieren.

Bei genauerer Betrachtung von beruflichen Situationen, wird deutlich, dass weitaus mehr als Fachwissen notwendig ist, um im ergotherapeutischen Kontext zu handeln.

Handlungskompetenz umfasst nicht nur die Fachkompetenz,  sondern darüber hinaus auch die Methodenkompetenz, die Personalkompetenz und die Sozialkompetenz.

„Jetzt sehe ich die Chance zu einem wirklichen gemeinsamen Vorwärtsschreiten zu kommen. Und mit gemeinsam meine ich Schüler wie Lehrer, denn nicht nur die Schüler haben Schritte zu gehen. Auch wir Lehrer haben Schritte zu gehen.“

„Die Chance Fehler machen zu dürfen, dazu zu stehen und daraus Erfahrungen zu ziehen.  Ein Prozess an dem ich hoffentlich lebenslang Spass haben werde.“

„…Reflektionen bewegen mich ständig, Normalität tritt in den Hintergrund…Diskutieren, Lösungen finden und dokumentieren. Was für eine Freude, Kraft schöpfen um Konflikte zu sehen und zu lösen…Neues kreieren und die Gedanken im Kopf kreisen lassen, Zufriedenheit und Zuversicht, …Teamarbeit das Wichtigste, für mich, im gesamten Prozess.  Ohne die Menschen neben mir wären  diese Sätze nicht entstanden.“

„Die Arbeit mit dem Lernfeldkonzept hat mir ermöglicht zu sehen, was ich kann, was ich nicht kann und noch lernen möchte. Mir wurde klar wie viel gemeinsam mit den Lernenden im Unterricht möglich ist. Seitdem wir mit dem Konzept arbeiten und im Lernfeld unterrichten bin ich angekommen im Unterricht, in der Schule, als Lehrerin, als Lernende.“

„Lernfeld lehren bedeutet für mich neue Sicht-weisen einzunehmen. Lernfeld  heißt kreativ zu sein. Lernfeld ist stressig aber schön. Lernfeld bedeutet, dass ich ganz viel mitnehme und lerne, mich weiterentwickle...“

...Lernfeld braucht Methodenvielfalt. Lernfeld bedeutet Teamarbeit. Lernfeld heißt: Kommunikation mit meinen Kolleginnen/Kollegen mehr als jemals zuvor. Lernfelder bereichern und entwickeln Kompetenzen. Lernfeld ist momentan für mich die Situation: alles oder nichts. Lernfeld kann nur gelingen, wenn es alle wollen und den Blick für Neues öffnen.“

Das Lernfelkonzept - Stimmen aus unserem Team

Mit der Einführung des Lernfeld-Konzepts in der Ergotherapie-Ausbildung trägt man diesen Anforderungen Rechnung. Während es früher nicht explizit "auf dem Lehrplan" stand und es eher hier und da zufällig  von Schülerinnen und Schülern gelernt wurde, steht die Handlungskompetenz nun klar im Fokus der Ausbildung.   


Wir gehen davon aus, dass durch die Umsetzung des Lernfeldkonzeptes die berufliche und persönliche Entwicklung der Schülerinnen und Schüler gefördert wird und sie somit in ihrer Entwicklung zum reflektierten Praktiker unterstützt werden. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Professionalisierung der Ergotherapie.

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